Pippi langstrumpf fakes

Allein in Schweden entstanden mehr als 40 Filme mit sieben verschiedenen Pippi-Darstellerinnen.

Als literarische Figur wird das Mädchen mit den frech abstehenden, roten Zöpfen und den Sommersprossen in diesen Tagen 70 Jahre alt.

Die Wirkung von Kinderbüchern auf die Entwicklung der kindlichen Psyche sei nicht zu unterschätzen: "Bei Pippi Langstrumpf geht es um das Einhalten und Nichteinhalten von Regeln, um menschliche Stärken und Schwächen - und um Freundschaft." Besonders kleinere Kinder könnten sich gut mit Pippi identifizieren, zugleich aber auch von ihr distanzieren.

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"Gestatten: Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf!" - wenn Pippi sich mit vollem Namen vorstellt, dann kann das dauern.Das sieht man ja auch bei Harry Potter." Die Autorin stimuliere das Ich-Ideal, die Vorstellung ihrer kleinen Leser vom richtigen Verhalten und Erleben.Dazu bediene Lindgren sich der fantastischsten Spinnereien, ehe sie die Kinder behutsam in die reale Welt zurückzuführe."Allerdings nur, wenn wir Eltern unsere Liebe zu Lindgrens Welt an die nächsten Generationen weitergeben." Aus kinderpsychologischer Sicht sei dies unbedingt zu empfehlen: "Pippi Langstrumpf steht für Zuneigung, Freundschaft und Mut.

Und sie zeigt, dass man handeln und seine Schwierigkeiten mit Mut überwinden kann.

Wie gut dies tue, habe schon Sigmund Freud festgestellt: "Wenn sich das Ich-Ideal und das Ich versöhnen, feiert die Seele ihr Fest." Solch ein Fest seien die Pippi-Geschichten - für Kinder wie für Erwachsene. Bergmann schrieb das Buch "Erziehen im Informationszeitalter".

Nicht zuletzt, weil sich das Leben heutiger Großstadtkinder vom Idyll der Pippi-Geschichten weit entfernt hat, äußerte er "Zweifel, dass es noch weitere Pippi-Lesergeneration geben" werde.

Das Rollenbild sei sehr emanzipiert, sagt Gebert gegenüber "BILD".

Seine Vermutung: "Wer Pippi Langstrumpf als Kinderheldin hatte, wird sich im Beruf wahrscheinlich gut gegen Männer durchsetzen können und alles für seine Freunde tun." Ähnlich sieht das Herbert Scheithauer, Entwicklungspsychologe an der Freien Universität Berlin.

Was das ist, erklärt Pippi in einem Buch so: "Jemand, der Sachen findet, wisst Ihr? Die ganze Welt ist voll von Sachen, und es ist wirklich nötig, dass jemand sie findet.