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Wenn sie online nach Männern sucht, filtert sie nach Alter, Größe und "Nichtraucher".

An einem sonnigen Frühlingstag sitzt sie mittags in einem französischen Café an der Elbe. Gekommen ist sie mit Vespa und Trenchcoat, beige und beige. Und erzählt von ihrer Suche im Netz: Seit 2008 ist sie Single, vor drei Jahren versuchte sie es zum ersten Mal mit Onlinedating. Vor einigen Monaten porträtierte ein US-Magazin die vier New Yorker Singles, die beim Datingportal Ok Cupid die meisten Nachrichten bekommen haben: junge Männer und Frauen, die das Portal wie ein Computerspiel nutzen, die mit ausgefeilten Strategien ihre Suche immer wieder optimieren.Sie sind die Attraktivsten – und sie wollen die Attraktivsten.Über wenig wird so viel spekuliert und gemutmaßt wie darüber, wie die Liebe eigentlich entsteht.Aber was kommt raus, wenn man es genau wissen will, in Zahlen, Rankings, Statistiken?Zum Date kam er in roter Regenjacke, da war es für sie schon vorbei. "Danach war ich erst mal frustriert", erinnert sie sich. Erst als sie vor zwei Jahren von Berlin nach Hamburg zog, ging sie erneut online auf Partnersuche, zunächst auf einer Gratis-Plattform.

Kaum loggte sie sich dort ein, bombardierten die Männer sie mit Nachrichten, viele schrieben bloß: "Hey du!Beim Date trifft das Kopfkino auf die Realität: "Der Typ sitzt dir dann plötzlich gegenüber, hat eine ganz andere Körpersprache und Haltung als erwartet." So hinreißend die Internet-Romanze auch war: "Nun müssen wir uns komplett neu kennenlernen." Je größer die Erwartung, desto tiefer der Fall. Sie entschloss sich zu dem Experiment, Männer schon nach wenigen Nachrichten zu treffen, ohne Kopfkino. Das waren alles anständige Männer, die haben mich nicht angelogen." Außer einem. Wenn sie im realen Leben Männer kennenlernt, urteile sie nicht so hart, darauf besteht sie, da könne ein Mann ein mittelmäßiges Äußeres mit Charme und Witz wettmachen.46 Jahre wollte er alt sein, für die 33-Jährige ein deutlicher Altersunterschied. Vanessa versuchte, aus der Distanz einen Blick auf sein Gesicht zu erhaschen, er wandte sich ab. "Das ist ein großer Nachteil des Internets: dass die Ausstrahlung nicht rüberkommt." Stattdessen, meint Natalie, verleite Onlinedating zu einer "Shopping-Mentalität".Dieses Kribbeln im Bauch, das ist aber auch das Problem. Bei ihrem wichtigsten Anspruch bleibt sie dennoch: Die Männer müssen in ihren Nachrichten ehrliches Interesse zeigen. Und er war ein interessanter Mensch." Einige Wochen später erfuhr sie von einer anderen Onlindaterin, dass der Mann mit ihr als "Eroberung" angab. Manchmal sprechen Männer sie auf der Straße an, dann schaut sie schnell zu Boden und hastet weiter. und das Gesicht sieht ein bisschen pummelig aus." Sie lässt das Smartphone sinken. Nur 60 Mails hat sie beantwortet, jede fünfte also."Wenn man sich das erste Mal trifft, dann hast du schon ein gewisses Bild." Wie bei dem guten Buch, das als Film auf die Leinwand kommt. Lektion gelernt: "Wenn man sich ein bisschen Zeit lässt, dann ist die Einstellung des Mannes eine andere", sagt sie heute. Der Ansatz funktioniert: "Die Dates der letzten Zeit waren alle von Grund auf positiv. Ein netter Abend wurde es trotzdem – aber auch wirklich nur das. "Das klingt jetzt total oberflächlich", sagt sie, "aber ich habe die Erfahrung gemacht: Wenn mir das Foto nicht gefällt, dann wird nichts daraus".Vanessa will niemanden, der nur von seinem Haus, seinem Auto, seinem Geld redet.